Teil eines Werkes 
2. Band (1861)
Entstehung
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aufzunehmen. Er vergaß die Beleidigung, die ihm der Rentier zugefügt hatte, und fing damit an, daß er den Alten, der auch nicht nachträglich war, wieder mit freundlichen Worten anredete. Nun erſt erſchien es ihm ſelbſt unbegreiflich, wie er damals ſo ſchnell die Flinte ins Korn hatte werfen können. Druck's Vorhaben erſchien ihm plötzlich ganz hoffnungslos, und Leidlich ſchrak vor der eigenen Zuverſicht zurück, mit welcher er das Wohl und Wehe der Firma in Drucks Hände gelegt hatte.

Heute war für Druck ein wichtiger Tag, und Leidlich erſtaunte nicht wenig, als er ſeinen Aſſocié, nachdem dieſer ſich ſeines Sommerpaletots entledigt hatte, plötzlich in Frack und weißer Weſte vor ſich ſtehen ſah. Druck wollte dieſen Vormittag bei Mohrenhaupt um Mathildens Hand anhalten, und wie er, noch ehe der Alte zum Frühſtück ging, in würdevoller Haltung nach dem Nachbarhauſe hinüberſchritt, ſah ihm Leidlich mit einem eigenthümlichen Lächeln nach.

Druck war inzwiſchen in der Hausflur ver⸗ ſchwunden und in den Garten getreten. Er hatte ge⸗ hofft, den Rentier dort zu finden und ſein ſchweres Anliegen unter Gottes freiem Himmel vorzubringen, Aber der Rentier war nicht im Garten. Nur Mathilde kam Druck aus der Laube entgegen, aber mit lang⸗