Teil eines Werkes 
2. Band (1861)
Entstehung
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VIII.

Von Erz.

Unſer Aſſocié Leidlich trug ſich inzwiſchen mit den heterogenſten Empfindungen. Er hatte ſich insgeheim gefreut, als ein Tag nach dem andern vergangen war, ohne daß Mathildens Antwort kam, die Druck in verzehrender Spannung vergebens erwartete. Ma⸗ thildens Zögern, ihre Sprödigkeit, Druck's Qualen das Alles war für Leidlich, der ſich von Mathilden geliebt wähnte, ein großer Triumph, und er ſog ihn mit ſolcher Gier ein, daß er ſogar ſeinem Aſſocié von weitem gefolgt war, als dieſer, wie wir im vorigen Kapitel berichteten, der Nachbarin auf ihrem Wege zu einer Freundin nachſchlich. Ja, er hatte einen Platz im Theater genommen, und von Druck unbemerkt, ſich an den ſchmachtenden Blicken geweidet, welche dieſer zu Mathilde emporſandte. Leidlich hatte dieſes Herz erobert und wenn er, ſeitdem ihn der Rentier ſo arg zurechtgewieſen hatte, ſeinem Kompagnon das Feld ganz überließ und ſich um Mathilde nicht mehr bekümmerte, ſo war dies Seelengröße. Es wurde ihm leicht, Mathilden zu entſagen, denn er hatte ſich nur