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beſeſſen hatte, ſo wenig bewußt, als man das Gewicht des eigenen Körpers fühlen kann. Der unklare Wider⸗ ſpruch trat zuerſt in Geſtalt eines leiſen Vorwurfes auf, den ſie ſich ſelbſt machte— darüber, daß ihr Be⸗ nehmen überhaupt Jemanden Veranlaſſung gegeben hatte, ſich über die Straße hinweg in ſie zu verlieben, und ſogar an ihre Gegenliebe glauben zu dürfen. Nach und nach wälzte ſie dieſe Selbſtanklage von ſich ab, indem ſie ſich einredete, daß Druck allzu ſtürmiſch zu Werke gegangen ſei. Beide hatten ja erſt wenig Worte zuſammen gewechſelt, ſie hatte ihm nur ganz zarte Andeutungen gegeben, und jetzt ſollte ſie ihm ſo ohne Weiteres ſchwarz auf weiß erklären: Ja! ja! ich bin Dein, nimm mich hin; ſprich mit meinem Vater?! „Unmöglich!“ rief ſie laut und unter Lachen. Mitten in ſeinen nüchternen Berufsgeſchäften hatte Druck das Verhältniß begonnen und weitergeſponnen. Vielleicht aus Langeweile, um müßige Augenblicke auszufüllen? Ebenſo gut hätte er einen Roman zur Hand ehmen und darin leſen können! Ob erweiß, wie ſchwer ein Mäd⸗ chenherz zu erobern iſt, und welche Kämpfe darum beſtan⸗ den werden müſſen?„Unmöglich,“ widerholte Mathilde am Schluſſe dieſer Reflektionen, aber diesmal ſprachſie es leiſe und träumeriſch vor ſich hin, ein unerklärliches weiches Gefühl beſchlich ihr Herz und aus ihrem Auge


