Teil eines Werkes 
2. Band (1861)
Entstehung
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Nun, ohne Umſchweife, ermannte ſich Leiblich zu ſagen,wann ſoll die Hochzeit ſein?

Der Rentier ſah den Nachbar eine kleine Weile mißtrauiſch an, dann bewegte ſich ſein dicker Bauch, wie ein ſchwellendes Polſter, in einem gemüthlichen langathmigen Takte auf und nieder und er lachte aus voller Kehle, daß die Wände des Gewölbes wider⸗ tönten.

Leidlich hielt es für das Gerathenſte, ſich geduldig in die rauhe Art dieſes Mannes zu fügen. Er ließ den Alten erſt zu Athem kommen und dann wiederholte er ſeine Frage. Und wieder erhob ſich jenes fürchterliche Gelächter, und auf ſeinem Stuhle arbeitete der Alte mit Nacken, Armen, Bauch und Kopf. Und wieder mußte Leidlich den Sonderling zu Athem kommen laſſen. Endlich hatte ſich der Alte wieder erholt, aber er ath⸗ mete ſchwer, wie ein Fieberkranker. Er ſah es Leidlich an, daß dieſer von Neuem fragen wollte, und weil er an den beiden heftigen Erſchütterungen ſchon genug hatte, ſo winkte er ihm abwehrend mit der Hand. Aber Leidlich war unerbittlich. Er fragte dennoch zum dritten Male, wann die Hochzeit ſein ſolle, und nach⸗ dem der Alte einen vergeblichen Verſuch gemacht hatte ernſt zu bleiben, dehnte und krümmte ſich wieder ſeine ganze phyſiſche Natur unter den Anſtrengungen eines