Teil eines Werkes 
2. Band (1861)
Entstehung
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Er iſt aus gewiſſen zarten Rückſichten hinausge⸗ gangen, gab Leidlich kleinlaut zur Antwort, damit wir uns freier ausſprechen können.

Worüber denn? frug Mohrenhaupt grob.

Nun, über die Angelegenheit von wegen meiner Verlobung.

So? darf er denn das nicht hören? ſtieß Mohrenhaupt rauh heraus,er muß es doch ein⸗ mal erfahren, iſt ja Ihr Kompagnon. Wozu denn immer dieſe verdammten Heimlichkeiten und verblümten Reden?

Herr Mohrenhaupt, ſagte Leidlich würdevoll, indem er ſich verletzt ſtellte,die eigenthümliche Art und Weiſe, in welcher Sie jetzt dieſe eben ſo zarte als erfreuliche Angelegenheit berühren, läßt mich faſt vermuthen, daß Sie darüber mehr verſtimmt als er⸗ baut ſind. Sollten ſich in ſo kurzer Zeit Ihre Geſin⸗ nungen gegen mich geändert haben, nun wohlan! ſo bin ich nicht der Mann, der ſich Ihnen unter ſo be⸗ wandten Umſtänden mit Gewalt aufdrängt.

Mohrenhaupt ſtieß mit ſeinem Stocke ungeduldig auf den BodenNehmen Sie mir's nicht übel, Herr Nachbar, riefer,aber Sie ſind mir wahrhaftig ein langweiliger Geſell! So rücken Sie doch einmal mit der Sprache heraus!