Teil eines Werkes 
2. Band (1861)
Entstehung
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Anſicht von zwei Klaftern. Deſto länger aber ſtreckte es ſich in die Tiefe, denn wenigſtens zwölf Klafter tief lief es zwiſchen den Nebenhäuſern hinein, wie eine zwi⸗ ſchen den feſtgekitteten Kacheln des Ofens eingepferchte lange Bratröhre, und ſeine innerſten Räume münde⸗ ten noch weiter in die neben⸗ und dahinterliegenden Häuſer.

Aber Chriſtoph Wunſch beachtete nicht, wo er ſtand, und was ihn umgab, er zitterte nur vor Er⸗ wartung, das Ideal ſeiner Phantaſie zu ſehen, und ſein in der That brennendes Herz auszuſchütten vor der, für welche alle ſeine Pulſe ſchlugen.

Er beachtete daher auch wenig das braune Mu⸗ lattengeſicht eines alten Weibes, welches, eine kleine Oellampe emporhebend, ſein Geſicht beguckte, dann aber mit einem grinſenden Lächeln auf den Wink des Knaben, welcher Wunſch hieher geleitet hatte, eine kleine halbgebrochene Haupttreppe emporſtieg, und den nachtretenden jungen Mann durch einen engen dunklen Gang führte, welcher für zwei Perſonen neben einander zu eng war, daher Chriſtoph hinter der Me⸗ gäre ſchreiten mußte, und zwar in gebückter Stellung, weil die niedere Decke des Ganges ihm bei ſeinem hohen Wuchs die Aufrechthaltung des Kopfes nicht geſtattete.