Teil eines Werkes 
2. Band (1861)
Entstehung
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Flammenröthe geſehen haben, welche dem Freunde auf die Wangen trat, als ihn das Weib an ſeine Her⸗ kunft mahnte, die ihm aus der Mittheilung des alten Forſtwartes am Hirſchberge bei Hohenfurth noch ſehr wohl in Erinnerung war.

Weib! ſtammelte erwoher...

Die Alte aber riß ſeine Hand an ſich und beſchaute mit gierigen Blicken die Linien auf der Fläche der⸗ ſelben.Männlein, ſagte ſie mit heiſerer, krächzender Stimmedeine Saturnalis oder Glückslinie läuft gar krumm und durchſchnitten fort, das Leben hat dir noch wenig Roſen geboten und die Lebens⸗ und Herzenslinie endet in der rundeſten Ge⸗ gend der Handwurzel, das deutet auf nahes Glück in der Liebe nahes, nahes Glück, das du heute erfaſ⸗ ſen mußt, wenn es ſich naht und nimmer auf mor⸗ gen verſchieben darfſt. Die Alte brach ſodann in ein widerliches Kichern aus.

Was ſoll das? fragte der junge Mann, be⸗ troffen über die Worte der Megäre.

Nun, fiel ſein Freund ein,du hörſt es ja, daß dir das Glück der Liebe noch blühen wird, und zwar heute noch. Du mußt es aber erfaſſen, ſonſt ent⸗ wiſcht dir die Braut unter den Händen auf's Nimmer⸗ wiederſehn jetzt aber, Alte, wahrſage mir!