Teil eines Werkes 
2. Band (1861)
Entstehung
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der Erde ſtiegen ſie jetzt auf den braunen Eſtrich eines dunklen Gewölbes; dort lief einetrichterförmige Oeff⸗ nung in den Felſen, auf welchem das Gebände ſtand. Neben dieſem anſcheinend ins Bodenloſe klaffenden Trichter, aus welchem ungeſunde Dünſte aufwärts quollen und das kleine Gewölbe mit einem den Augen höchſt empfindlich fallenden Qualm erfüllten, ſaß ein widerlich blaßgelbes Weib, welches, in ein paar Klei⸗ derfetzen gehüllt, den Herabſteigenden ſogleich die dürre Hand entgegenſtreckte und für die Beſchauung der Drahomira⸗Kluft eine Gabe verlangte; dann aber fragte, ob ſichdie edlen und geſtrengen Herren nicht wahrſagen laſſen wollten.

Die beiden jungen Männer lachten ob des Antra⸗ ges, der in den Spelunken ähnlicher Art und auf den Landjahrmärkten damaliger Zeit nichts Seltenes war. Aber die gelbe Megäre hatte Chriſtoph Wunſch bereits ins Auge gefaßt.Ei, Söhnlein, ſagte ſie, ſeine Rechte faſſend,Du haſt am allerwenig⸗ ſten Urſache, meine Worte zu belächeln. Biſt du doch aus demſelben Holze geſchnitzt wie meine Wenigkeit hi, hi, Zigeuner⸗Sprößling, nicht wahr?

Der junge Mann prallte zurück, und hätte das ſpärliche Oellämpchen dieſer Spelunke nicht gar ſo düſter gebrannt, ſein Freund Nicolaus würde die