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Linde, welche vor dem Gaſthauſe zur Kugel ihre Aeſte emporſtreckte.
Nicolaus Faber, welcher als Fremdländer mit den Merkwürdigkeiten Prags noch nicht ſehr vertraut war, betrachtete mit vieler Aufmerkſamkeit das Haus, von welchem die Sage ging, daß es in ſeinen Räumen die eingeſtürzte Felskluft berge, in welche die berüchtigte Drahomira hinabgeſtürzt ſei; er hatte noch keine Wi⸗ nute im Beſchauen des Hauſes zugebracht, als auch ſchon ein geſchäftiger Cicerone des Hauſes ein kleiner mißgeſtalteter Knirps, zur Stelle war und Beide ein⸗ lud, in das Haus einzutreten und einen Trunk echten böhmiſchen Bieres zu ſich zu nehmen, oder— wie er dem verneinenden Herrn weiter bemerkte, die Stelle zu beſchauen, wo Frau Drahomira mit Roß und Wagen verſunken ſei.
Das war's, was die beiden wißbegierigen jungen Männer, welche eben von einem zur Bereicherung ihrer Kräuterſammlungen unternommenen Ausfluge zurückgekehrt waren, ſogleich anzog. Sie ließen ſich die Einladung nicht zweimal ſagen und ſtiegen in die Speluncke durch eine enge Schreckentreppe hinab, de⸗ ren Mündungen in die unteren von Fleiſchgerüchen durchdufteten engen Stuben der Kneipe führten. Aber tiefer hinab, immer tiefer, etwa zehn Klafter unter


