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den Schatz, die Urkunden und Barſchaft in der Raths⸗ truhe verwahren und an ſicheren Ort bringen laſſen, auf daß er keinem Feinde in die Hände falle. Dazu bedarf es eines wahrhaft ſtandhaften Mannes wie ihr ſeid, Herr Magiſter.“
Auf die dicken Lippen des Magiſters trat jetzt ein ſeltſamer Zug der Freude und des Behagens; ſeine kleinen Augen glänzten.—„Die heiligen Engel und Erzengel ſeien geprieſen,“ſagte er, ſich tief verbeugend— „daß ſie für mich gebetet haben, auf daß mir die Gnade wurde, meinem gnädigſten frommen Gebieter zu gefallen.“
Der Obriſtburggraf aber ſpielte mit ſeiner Rede auf den Schöppeneid an, wie er ſchon im vierzehnten Jahrhundert in der Rathsſtube Prags gefordert wurde. „Wir ſchwören,“ lautete er,„deß einen Eid Gott und unſerm Herrn dem Könige, und Armen und Reichen, daß wir wollen an dem Schöppenamt das Recht ſtärken und das Unrecht kränken, und daß wir wollen den Armen und den Reichen vorſtehen an aller Gerechtig⸗ keit, wobei Gott uns helfe und alle Heiligen!“— Und unter den Schöppenpflichten finden wir auf Seite 204 und 205 des älteſten Stadtbuches:„Wer zum erſten Male kommt auf das Rathhaus, den ſoll man zum erſten ausrichten(abfertigen), ausgenommen Wittwen,
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