Siegfried richtete noch ſein Auge auf den Für⸗ ſten der Finſterniß; aber ſchon hoben ſich die Ge⸗ wäſſer in der Halle. Wirbel jagten die Wirbel, und ferne Donner verkündeten die heranrollenden Wo⸗ gen. Bald konnte Siegfried keine Geſtalten mehr wahrnehmen. Er befand ſich jetzt mitten unter den Waſſerbewohnern, welche toſend und mit Blitzes⸗ ſchnelle in tauſend und tauſend kräuſelnden Waſſer⸗ ringen um ihn herumſchwammen. Und Felsſtücke auf Felsſtücke rollten, durch die Waſſerbewohner aus ihren Grundfeſten gerüttelt, in die ſchäumende Moldavia, und bald ſchwoll dieſe zum reißenden Seeſtrome empor und beſpülte bereits das Portal des kleinen Kirchleins, das Löwenfeld's Glaube auf dem Felſen zu gründen begonnen hatte.
Immer höher und höher ſchwoll die reißende Flut, immer dichter wurde das Gewimmel der wüthenden Waſſergeiſter, die Tannenwälder brauſten, und heulend durchzog die Windesbraut den Forſt. Luft⸗ und Waſſergeiſter arbeiteten an des Kirchleins Untergang. Der grüne Zwerg und Siegfried ſtan⸗ den im Forſte mitten im Gewimmel und blickten mit ſtrahlenden Augen in den Sturm der Elemente herab;— ſchon ſenkte ſich die Flut in das Schiff des Kirchleins hinab, da ſchwang ſich wie durch Zau⸗


