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berkraft das Glöcklein in der neuerbauten Kirche, und ein Mönch ward ſichtbar am Thürmchen, wel⸗ cher ſeine Rechte über das wogende Element aus⸗ ſtreckte.— Es war die Morgenſtunde, welche ſein Glöcklein— zum heiligen Engelsgruße rufend— verkündiget hatte.— Die Fluten begannen zu ſin⸗ ken, und heulend flohen die Geiſter der Finſterniß in ihre feuchten Gräber zurück.— Prachtvoll ſtieg das Taggeſtirn am fernen Horizonte empor,— da ſtrömte ein Zug von Reitern und Troßknechten dem Kirchlein zu. Viele Büßende waren unter ihnen in härenen Kleidern. Es waren Knappen und Reiſige aus der Burg des grünen Siegfrieds, welche, Anna in ihrer Mitte, durch das fürchterliche Schauſpiel in der Nacht erſchüttert, und gläubig dem Kirchlein zuwankten, an deſſen Schwelle Roger von Löwen⸗ feld Anna empfing und in das Innere führte, um als ihr Gatte daraus hervorzugehen.. Die Knappen und Reiſigen des grünen Sieg⸗ frieds aber erzählten, daß in dieſer Nacht das ein⸗ zige Heiligenbild, welches in ihrer verwitterten Burgkapelle geſtanden, und welches den heiligen Thomas mit ſeinen Wundmalen vorgeſtellt habe, von ſo hellem Glanze geſtrahlt habe, daß ſie hie⸗ durch aufmerkſam geworden, und wie durch eine


