Teil eines Werkes 
1. Band (1861)
Entstehung
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wies,das Thier ſchnaubte ohnehin bereits in den letzten Zügen, Eurer Armbruſt that es wahrlich nicht Noth.

Undankbarer! brauſte Roger empor, aber kalt lächelnd fuhr Siegfried fort:

Für eine halbtodte Bärin iſt mir meine Nichte nicht feil und ſchreibt Euch's auf Euren unbe⸗ fleckten Schild, Herr Ritter:; im ganzen heiligen römiſchen Reiche läutet kein Kirchenglöcklein, das Euch jemals zur Vermählung mit Anna rufen könnte.

Der Ritter hatte die letzten Worte nicht vollen⸗ det, da klang es in der Ferne wie leiſes Glockenge⸗ tön, und Roger blickte in frommer Ahnung zum weiten Firmamente empor, auf welchem das goldene Taggeſtirn in ſeinem vollen Glanze heraufgezogen war; und wie unwillkürlich ſtimmte er den engliſchen Morgengruß an, welchen der warme Hauch ſeines gotterfüllten Buſens zum Schöpfer des Weltalls emportrug.

Als er aber wieder zur Erde blickte, da war Siegfried verſchwunden, und vor ihm kniete unter einem Baume ein grauer Mönch mit blendend wei⸗ ßem Haare und ſtrahlendem Auge. Sein unendlich milder Blick weilte auf dem Antlitze des Ritters,