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zehn Schritte von dem Berge hielt der Ritter an, und blickte lauernd auf eine Tanne hinüber, welche ſich aus dem loſen Geſteine des Abhanges über eine hervorſprudelnde Quelle hinüberbog, und unter welcher ein dichter Haufen von verdorrtem Laub⸗ werke aufgeſchichtet lag, welcher unter der entſchwun⸗ denen Schneedecke allmälig in Verweſung überge⸗ gangen war.
„Der große Aſt an der Tanne da drüben,“ mur⸗ melte der Ritter vor ſich hin,„iſt von einem Bären abgebrochen, und das von keinem kleinen, denn der Riß beurkundet eine gewaltige Tatze.“
Siegfried trat auf den Baum zu und wollte den Aſt beſehen. Er ſchwang ſich mit einem Fuße auf den Laubhaufen hinüber— da raſchelte es unter ſeinem Fußtritte, und eine graue Maſſe richtete ſich empor. Es war eine gewaltige Bärin, welche über dem feuerſprühenden Auge einen Eiſenbolzen ſtecken hatte, und um ſo fürchterlicher war, als der Ritter nur zu gut wußte, daß ein aus der Schmerzbetäu⸗ bung erwachender Wildbär nicht leicht zu überwäl⸗ tigen ſei. Siegfried riß haſtig ſeine Armbruſt von der Schulter, aber ehe er den Federbolzen auf den Holzlauf heftete, hatte ihn die breite Tatze der Bä⸗ rin zu Boden geſtreckt, und das Thier hob ſich jetzt


