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Stift erhielt der Biſchof von Budweis; ebenſo ver⸗ lor es im Jahre 1783 das Recht, in den Orten Ho⸗ henfurth, Friedberg und Kapellen Mauthgebühren abzunehmen, und das Jahr 1785 ſah die Zahl der Mönche, bis dahin 60, auf 18 herabgemindert;— dagegen wurden im Jahre 1798 ſtatt einigen in der Umgegend des Kloſters befindlichen, und damals geſchloſſenen Kirchen, die Pfarren Thurnplanles, Heuraffel, dann die beiden Filialſchulen zu Kalten⸗ brunn und Prabſch als Stiftsparzellen eröffnet. Kaiſer Joſeph II. ſchien ein beſonderes Augenmerk auf dieſes Stift gewendet zu haben, denn es be⸗ durfte nur der Denunziation eines entlaſſenen Stiftsbeamten, daß er den damaligen Stiftsabt, Hermann Kurtz, durch einen Machtſpruch ſeiner Stelle als Abt entſetzte, und einen geweſenen Pfar⸗ rer und Chorherrn des Kloſters in Wittingau, Jvannes Aquilinus Hrdliczka, zum Abbé commen- dateur des Stiftes mit einem Gehalte von 1000 fl. ernannte
Nicht genug mit dieſen Schickſalsſchlägen, wurde der Wohlſtand des Stiftes auch dadurch erſchüttert, daß es im Jahre 1788, und ſpäter im Jahre 1810, alles Stift⸗ und Kirchenſilber in das k. k. Münz⸗ amt einliefern mußte.


