Teil eines Werkes 
1. Band (1861)
Entstehung
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Damals fand auch die Geldreluition der ſtift⸗ lichen Frohndienſte ſtatt, und die noch jetzt beſtehen⸗ den Meierhöfe Bauhof, Habrzy, Heuraffel, Hode⸗ nitz, Wrazau, Lhotta, Glashof und Stradow wurden unentgeltlich unter Erbpächter vertheilt. Zur Er⸗ innerung an die Prälaten Hermann und Deutſch⸗ mann, dann den Stiftsprior Stephan Lichtblau, wurden ſpäter die letztern drei Höfe: Hermanns⸗, Deutſchmanns⸗ und Lichtblauhof genannt.

Mit der allmäligen Regelung der klöſterlichen Verhältniſſe Böhmens wurde für jeden Stifts⸗ geiſtlichen ſpäter eine Alimentationsſumme von 320 fl. für ein Jahr feſtgeſetzt; nunmehr hat das Stift eine jährliche Summe von 2000 fl. an den Religionsfond abzuliefern.

Nach Kaiſer Joſeph II. Tode wurde der einſtwei⸗ len in dem von ihm erbauten ſchönen Fiſcherhofe nächſt Hohenfurth lebende Abt Hermann Kurtz wie⸗ der in ſein Amt reſtaurirt, und nun begann die Hei⸗ lungsperiode der tiefen Wunden, welche die vor⸗ angegangenen Kalamitäten dem Stifte geſchlagen hatten.

Die fernere Geſchichte des Stiftes begreift eine Periode des ſegensreichſten Wirkens zweier hochbie⸗ derer Stiftsäbte, nämlich des Prälaten Oswald