Teil eines Werkes 
1. Band (1861)
Entstehung
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chene Reklamationen und Differenzen hinſichtlich der ſeither von dem Hauſe der Schwarzenberge ange⸗ ſprochenen Hoheitsrechte auf das Stift hatten end⸗ lich zur Folge, daß im Jahre 1622 die Emanzipa⸗ tion der Stiftsherrſchaft als einer eigenen, bei der königlichen Landtafel in Prag immatrikulirten Kor⸗ poration und eines Dominiums ausgeſprochen, und durch eine Hofverordnung vom Jahre 1691 den 30. April den Hohenfurther Prälaten, als infulir⸗ ten Landſtänden, Sitz und Stimme bei den Land⸗ tagen in Prag eingeräumt wurde.

Die Klippe der Joſephiniſchen Reformation ragte auch über die Zinnen der Hohenfurther Abtei ge⸗ fahrdrohend herüber, denn der Name Hohenfurth ſtand wirklich ſchon auf der Liſte jener geiſtlichen Sammelhäuſer, deren deleatur der gewaltige Fin⸗ ger des römiſch⸗deutſchen Kaiſers angedeutet hatte; aber im Buche des Schickſals ſtand es anders ge⸗ ſchrieben, der Kaiſer ſtarb, und Hohenfurth blieb beſtehen, doch hatten die klöſterlichen Reformations⸗ verfügungen Joſeph II. dem Stifte ſein früheres Exemtions⸗Verhältniß, zu Folge welchem es blos von dem jedesmaligen Viſitator in Prag, und dieſer blos von dem Ordensgenerale in Citeaux abhing, gekoſtet, und die unmittelbare Aufſicht über das