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ges den frommen Burgherrn der Veſte Roſenberg, Reichsmarſchall Wok, das Moldauthal herab bis vor den Fluß geführt haben, welcher jedoch durch ein plötzlich über die Berge heranbrauſendes Ungewit⸗ ter ſo ſehr anſchwoll, daß Wok von Roſenberg an der ſonſt für ſeinen Ritt durch das ſeichte Flußbett offenen Furth zagend den Zügel ſeines Roſſes zu⸗ rückhielt, und die Größe der ſich plötzlich darſtellen⸗ den Gefahr überſchauend, eine Weile nachſann, ob er den Ritt durch den Strom zum Kirchlein, das am andern Ufer wie ein Stern durch die Wildniß blickte, wagen ſolle oder nicht.— Aber da mahnt ihn die Stimme des Herzens, daß er dem Herrn der Welten gelobt habe, ihm noch heute ein Herz voll Andacht und des Dankes für empfangene Wohltha⸗ ten an den Stufen des herüberblickenden Waldkirch⸗ leins darzubringen;„ich muß es wagen!“— ruft er—„es iſt nicht Frevelmuth, der mich treibt mein Gelübde zu halten!“— Schon ſchwimmt ſein Rappe in den Fluten, und dieſe drängen Roß und Reiter mächtig abwärts, ſo daß der Reichsmarſchall in we⸗ niger denn einer Minute in Gefahr iſt, mit ſammt ſeinem Roſſe zu ertrinken. Aber mitten in der Ge⸗ fahr wendet er ſein Herz zu Gott, er empfiehlt dem Herrn ſeine Seele, und fleht ihn um Rettung an;


