Teil eines Werkes 
2. Band (1856)
Entstehung
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Aber wo iſt mein Freund Plattenberg, rief jetzt Derfflinger.

Er iſt heimgegangen, antwortete von Schap⸗ low;er wollte dem kecken Franzoſen Bournonville, deſſen Betragen auf Schloß Guſow zuletzt unaus⸗ ſtehlich wurde, für ſeine zudringlichen Bewerbungen um die Hand meiner Schweſter und einige beleidigende Reden gegen Deine Perſon eine derbe Lection geben, und ſchlug ſich mit ihm; die Kugel des Franzoſen traf aber beſſer und Plattenberg ſiel....

Armer, armer Freund! rief Derfflinger alſo für mich gefallen!

Der Franzoſe wurde landesflüchtig, ergänzte von Schaplow,und ſoll in Baden, wo er mit kaiſer⸗ lichen Werbern in Streit gerieth, ſein Ende gefun⸗ den haben.

Und nichts ſteht mehr im Wege, rief der Chur⸗ fürſt lächelnd,daß Ihr den Edelſtein, den der Adept Euch geſtern verſprach, in Euer Wappen aufnehmt.

Er riß jetzt die Thür des Nebenzimmers auf. In einer Fenſterniſche ſaß dort Margaretha Tugend⸗ reich das Fräulein von Schaplow auf einem Polſter⸗ ſitze, vor dem eine zierliche Spindel ſtand, an welcher das Fräulein eben den goldenen Faden ge⸗ wunden hatte, den eine Thräne aus ihren ſchönen