Teil eines Werkes 
2. Band (1856)
Entstehung
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Jvachim von Schaplow hatte ſich nämlich bald nach Derfflinger's Abreiſe von Guſow nach Berlin gezogen, und war von dem jungen Churfürſten Fried⸗ rich Wilhelm, der nachmals den Namen des Großen trug, beauftragt worden: Derfflinger, deſſen kriegeri⸗ ſcher Name damals ſchon ſo hoch in Ehren ſtand, für Brandenburgs Fahnen zu werben; denn er hatte dem Churfürſten die von Derfflinger auf Guſow ge⸗ äußerte Abſicht, in Friedrich Wilhelms Dienſte zu treten, dieſem bereits mitgetheilt, und mehr Will⸗ kommenes konnte es für dieſen in jener kriegeriſchen Zeit nicht geben. Als daher Derfflinger auf dem Wege von Oberöſterreich nach Brandenburg war, hatte der Churfürſt durch ſeine Agenten bereits Nach⸗ richt davon, und erwartete Derfflinger mit Sehnſucht in Berlin; die Begegnung im Garten unweit des kölniſchen Marktes war aber eine zufällige. Derff⸗ linger's Verhältniß zum Hauſe des Herrn von Schap⸗ low kannte der Churfürſt gleichfalls aus den Mit⸗ theilungen des Letzteren Raſch in ſeinen Ent⸗ ſchlüſſen, und vom feurigſten Temperamente, dabei glühend von dem Wunſche, Derfflinger nie mehr aus ſeinen Heeresreihen zu verlieren, wollte er ihn mit jedem Bande an Brandenburg feſſeln..