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tiſchen Derfflinger ein Landeskind zur Erziehung an⸗ zuvertrauen. Eben dieſer in Oberöſterreich nach Be⸗ endigung des Bauernkrieges mehr als je hervortre⸗ tende Glaubenseifer der katholiſchen Partei war Ur⸗ ſache, daß die Erſcheinung Derfflinger's in Linz— obgleich ſein Name ein berühmter geworden war, — keine ſonderliche Freude hervorrief; wußte man doch, daß er ſtets als eifrigſter Vorkämpfer der evangeliſchen Sache aufgetreten war....
Sein längeres Verweilen konnte wohl eher ſeine perſönliche Sicherheit gefährden, denn er ſtand wohi auf vaterländiſchem, immerhin aber, als gewe⸗ ſener ſchwediſcher General, auf feindlichem Boden und der Friede war noch nicht geſchloſſen.....
So ſehr ſich daher Derfflinger's Herz bei dem Gedanken hob, an der Nichte ſeines einſtigen Tod⸗ feindes die edelſte Wiedervergeltung üben zu können, indem er dem Kinde fortan Vater ſein wollte, ſo mußte er doch den Gedanken hieran zuletzt aufge⸗ ben, denn der Rechtsſenat von Linz ließ nicht han⸗ deln, und Willinger's Nichte ward alsbald unter Aufſicht einer ſtädtiſchen Lehrerin geſtellt.
Derfflinger merkte die ungünſtige Stimmung ſeiner Landsleute nur zu deutlich.— Er beſchloß daher, die Stadt eheſtens zu verlaſſen.


