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der kleinen Rente ihres väterlichen Erbvermögens lebte. Nie hatte ſie ſich vermählt, denn das Bild ihres Georgs lebte fortwährend in ihrem Herzen, und die heiße Liebe, die ſie für ihn im Herzen wahrte, ging mit der Hoffnung Hand in Hand, den Liebling ihrer Seele wieder zu ſehen.... an ihrem frühen Sterbebette ward dieſe erfüllt.
Aber die Leiden des Gemüthes, die Stürme der Zeit, in denen ihr Vater mancher Verfolgung von ſeinen Widerſachern ausgeſetzt geweſen war, hatten das Mark ihres Lebens verzehrt; eine unheilbare Krankheit, eine Auszehrung, raubte ihr ſeit dem Tode des Vaters alimälig ihre Kräfte— ſie ſiechte ſo ihrem Ende entgegen, bis ſie, wie erzählt, in den Armen ihres einzig erwählten Jugendgeliebten ent⸗ ſchlummerte...
So wie ſie in ihrem Leben der Armuth gar
viel Gutes gethan, der ſie ein helfender Engel ge⸗ weſen, ſo zeigte das Vermächtniß, das ſie Derff⸗ linger hinterließ, noch mehr für den hohen Adel ihrer Seele.
Juliana, das liebliche Mädchen, welches im St. Barbara Kirchhofe an ihrer Seite geſpielt und an ihrem Sterbebette heiße Thränen geweint hatte, war die arme verwaiſ'te und verlaſſene Nichte des Tod⸗
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