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„Georg! mein Georg!“ rief ſie mit dem höchſten Ausdrucke der innigſten Liebe, die ihr Lebensziel geweſen, und die ſie bis zum Wiederſehen dem Lieb⸗ linge aufbewahrt hatte.
Dieſen Augenblick des Wiederſehens mußten Weſen aus lichten Regionen belauſcht haben, denn als Derfflinger nach den erſten Augenblicken des Wiederſehens die Hand ſeiner Maria an die Lippe drückte, da ſank ſie kalt und ſchlaff am Seſſel nieder. Der Todesengel, der ihr vielleicht auch ohne des Geliebten Erſcheinen kaum mehr einige Wochen unter den Menſchen zu wandeln geſtattet hätte, küßte leiſe ihre erbleichende Stirne.— Die Freude des Wie⸗ derfindens ſchien das Herz der Treuen gebrochen zu haben..
Am nächſten Morgen verbreitete ſich wie ein Lauffeuer durch die Stadt Linz das Gerücht, daß der berühmte Reitergeneral Derfflinger in Linz ver⸗ weile.
Niemand aber von dem jetzt lebenden Geſchlechte in Linz ahnte, daß Georg Derfflinger, deſſen An⸗ denken in Linz lange ſchon verſchollen war, der ein⸗ ſtige Schneiderjunge vom Wörth ſei, der am St. Martinsfeſte des Jahres 1625 den Bockkönig zu
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