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der fremde Mann näherte ſich jetzt langſam dem Platz, wo die Letztere ſaß.
Die bleiche Frau hatte ihre Bibel aufgeſchlagen und las mit zitternder, vielfach vor Schwäche unter⸗ brochener Stimme die ſchöne bibliſche Idylle von der Auferſtehung des Weltheilandes, und„Maria Magdalena“— las ſie weiter—„blieb allein am Grabe, und indem ſie weinend hineinſah, gewahrte ſie zwei Engel, die ſie mit den Worten anredeten: Weib, was weineſt Du?“—„Ach, ſprach ſie, ſie haben meinen Herrn aus dem Grabe wegge⸗ nommen und ich weiß nicht, wohin ſie ihn gelegt haben; und ſie blickte um, und ein Mann in Gärt⸗ nerkleidung trat zu ihr und fragte ſie mit ſanfter Stimme: Weib, wen ſucheſt Du 2 Und ſie ſprach:„Haſt Du meinen Herrn hinweggenommen, ſo ſage es mir— und„Maria!“ ſprach der Herr mit ſanfter Stimme—
Und„Maria!“ tönte es von bekannter Stimme in die Bruſt der Leſerin;— ſie ſtarrte empor— ſie ſah an der Hand des kleinen Mädchens den Mann am Grabe zu ihren Füßen finken:——
„Maria!“ weinte der lang Erſehnte auf die Hand der Armen nieder— ihr armes Herz hatte ihn ſogleich erkannt.
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