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Bruſt hervor.— Die einſamen Grabkreuze des Kirch⸗ hofes klirrten im Windhauche und gaben wehmüthige Töne von ſich, als wollten ſie klagend einſtimmen in den Schmerz, der das Herz des Beſchauers zu durch⸗ zittern ſchien. Ueber die grasbedeckten Grabhügel ſtrich die Morgenluft und küßte die Thautröpflein weg, welche wie Sehnſuchtsthränen um die Entſchla⸗ fenen auf den Grashalmen zitterten.
Die bleiche Frau hatte inzwiſchen die blane Aſter, welche ihr das kleine Mädchen am Grabe ge⸗ bracht hatte, an ihre Bruſt gedrückt und mit zittern⸗ der Hand eine Bibel aufgeſchlagen, welche vor ihr auf dem Grabſteine lag. Die Kleine ſprang jetzt zu dem Fremden, der noch immer den Grabſtein des fürgeweſenen Stadt⸗ und Bannrichters“ betrachtete; ſie hatte von jener Aſter, welche ſie der bleichen Frau geboten hatte, eine am ſelben Stiele hängende Blume abgeriſſen und bot dieſe mit freundlichem Blicke dem Manne am Grabſteine dar.
Er blickte auf, und der Blick ſeines großen ſchönen Auges ſiel auf die kleine Blumenſpenderin.
„Ich danke Dir, mein kleiner Engel,“ ſagte er, die Blume freundlich entgegennehmend. Aber die Kleine war mit kindlicher Beweglichkeit ſchon wieder zu der bleichen Frau zurück geſlgei hib auch
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