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Prunner im Verein mit dem damaligen zweiten Glockengießer der Stadt, Michael Schorer, gegoſſen worden, und wurde nun von ſieben baumſtarken Knechten vor dem Hauſe des Primators und Bür⸗ germeiſters zur Erde geſenkt, um ſie in den nächſten Tagen der Taufe zu unterziehen, und männiglich zur Anſicht und natürlich auch zur Belobung darzu⸗ ſtellen. Um ſie für den Fall eines eintretenden Regen⸗ wetters möglichſt zu ſalviren, hatten die Knechte der Glocke an der vom Hauſe abwärts gekehrten Seite einen kleinen Pflock unterſchoben und ihr eine ſchiefe Stellung für den ablaufenden Regen gegeben, während ſie ſich daran machten, ein kleines Holzhäus⸗ chen darüber zu improviſiren, unter welcher am näch⸗ ſten Tage, dem Sonntage Jubilate, das iſt am 14. Mai, die feierliche Glockentaufe vorgenommen werden ſollte.
Hanns Prunner und Melchior Schorer betrach⸗ teten mit künſtleriſcher Verzuͤckung ihr Werk, das in der That die Meiſter lobte und noch lange loben wird, obſchon ihre Gebeine längſt an den Wänden der uralten Pfarrkirche*) der Stadt Linz in Staub und Aſche verwandelt liegen.
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——— *) Im Jahre 1226 bereits erbaut.


