Teil eines Werkes 
2. Band (1856)
Entstehung
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Du Paradießgefilde, mit Städten hell und rein,

Du ſchöner Garten Gottes, du grüner Fichtenhain, Durch die ſich ſchlingt der Donau gewaltig waſſerreich, Dich nenn' ich ſtolz und freudig, mein theures Oeſterreich

Du Erde voll der Mäler, aus einer ernſten Zeit, Wo Roma mit Germania ausfocht den Welten⸗Streit; Du Stätte der Geſchichte an Monumenten reich, Dich nenn' ich frendig grüßend, mein großes Oeſterreich!

Du Land, wo die Geſtirne dereinſt ein Kepler maß,

Du Strand, auf deſſen Warte der letzte Ritter ſaß*), Wo Männer im Turniere feſt ſtanden wie die Eich', Dich nenn' ich der Geſchichte mein wackres Oeſterreich!

Du Land des Rechts, der Sitte, wo Treue gilt und Schwur, Du Land mit tauſend Blüthen, gekrönt von der Natur,

In dir will ich verleben mein Daſein friedensreich,

D Land der holden Blüthe, mein ſchönes Oeſterreich!

In deinen Wäldern lauſchen, auf deinen Triften gehn,

Auf deinen Bergen jubeln, und ſtehn an deinen Seen,

Auf deiner Erde ruhen gebettet lind und weich,

Im Leben und im Tode biſt du mein Oeſterreich!! Kaiſer Ferdinandus MI. hatte die Regierung

ſeiner Reiche, mithin auch jene des ſchönen Landes

ob der Enns angetreten.— Aber in welch traurigem

*) Kaiſer Mar J.