Teil eines Werkes 
2. Band (1856)
Entstehung
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Geheimplatz zu einem Punkte, auf welchem er unter dem Vorwande der Jagd unbelauſcht und unbehorcht von den Magnaten und Leibeigenen ſeines Hof⸗ ſtaates in Kronſtadt, mit den Sendlingen ſeiner Ver⸗ bündeten in Deutſchland und Schweden, die wich⸗ tigſten Verhandlungen pflegen konnte.

Er nannte daher auch dieſes abſeitige Gemach, wo ewiges Dunkel herrſchte,„die Todtenkammer, und ſtets war er es ſelbſt, der die geheimen Send⸗ linge ſeiner Verbündeten dahin geleitete, wo ſie meiſt ſo lange verborgen blieben, und durch einen vertrau⸗ ten Diener mit Speiſe und ſonſtigen Bedürfniſſen ver⸗ ſehen wurden, bis ihre Geſchäfte beendet waren, und ſie ungeſehen von den übrigen Bewohnern des Jagd⸗ ſchloſſes durch ein Hinterpförtlein in die Felsſchlucht hinabſtiegen, um durch einen nur dem Fürſten und ſeinen wenigen Vertrauten bekannten Gang wieder ans Tageslicht und auf die Landſtraße gebracht zu werden, auf welcher ſie ſomit ungeſehen unter ver⸗ ſchiedenen Vermummungen ihre Heimreiſe antreten konnten.—

So lagen auch jetzt die beiden Mönche auf den mit Wolfsfellen bedeckten Ruhebetten an den dunklen Wänden der„Todtenkammer.“

Unter dem Fenſter des Gemaches brauſte ein