das gerechte Gericht, und ermahnt jeden dieſen Act der Gerechtigkeit wohl zu Gemüthe zu nehmen, und ſich vor dem Vollſaufen zu hüthen“, woraus die meiſten Laſterthaten entſtünden.
Nun traf die Reihe den Tambour. Herzhaft und feſten Schrittes trat er in die Gaſſe,— die Spieße hoben ſich— da ſprengte vom nächſten Hügel ein ſtattlicher Dragoner mit blitzendem Offi⸗ ciers⸗Helm in die Reihen.
„Halt an!“ ruft er,„und laßt den Derfflinger auch was drein reden, Landsknechte! Was hat der Burſche da verbrochen?“—
„Der Derfflinger! der Derfflinger!“ brauſte es durch die Reihen;„der Derfflinger!“
Das war jetzt ein Leben im Haufen, wie wenn der Storch unter den Fröſchen ſchnäbelt. Von allen Seiten rannten die Pikeniere und Reiter, die Helie⸗ bardiere und Hackenſchützen zuſammen, den kühnen Reiterofficier zu ſehen, deſſen Namen ſeit der Schlacht bei Lützen im Kalender der ſchwediſchen wie der dent⸗ ſchen Soldateska obenan ſtand.— Derfflinger aber war kein Mann des Zögerns; raſch den Augenblick erfaſſend, ließ er ſein Auge über den herrenloſen Hau⸗ fen ſchweifen— das war eben das rechte Kanonen⸗ futter, das er für Banner brauchen konnte; aber er


