Teil eines Werkes 
2. Band (1856)
Entstehung
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Der Profoß forderte den Haufen auf, zu er⸗ klären, ob Alle mit dieſer Entſcheidung einverſtanden ſeien.

Mit emporgeſtreckten Händen gaben Alle ein⸗ ſtimmig das Zeichen des Einverſtändniſſes.

Die beiden Todtſchläger waren ſomit verurtheilt.

Die Fähndriche warfen nun ihre Fähnlein wieder in die Höhe, und ließen ſie fliegen.

Jetzt ordnete ſich das Regiment, den proviſoriſch erwählten Hauptmann, einen alten Dragoner⸗Wacht⸗ meiſter an der Spitze, zum Hochgerichte.

Eine lange Gaſſe öffnete ſich, ſie beſtand aus ſtämmigen Landsknechten mit geſenkten Spießen.

Der ſchuldige Tambour, ein benarbter Böhme, mit grauen Haaren und der Troßbube wurden vor⸗ geführt, beide treten in die Gaſſe; drei Streiche er⸗ hält jeder auf die Achſel, im Namen der heiligen Dreieinigkeit iſt er alſo zu Tode geweiht!—

Zuerſt trifft die Ordnung den Troßbuben, jam⸗ mernd und ſein Loos beklagend, läuft er in die Gaſſe, die Speere ſenken ſich in ſeinen Leib, er hat geendet.

Sogleich knieen die ſtrengen Rächer nieder, und beten jetzt laut für ſein Seelenheil, dann umgehen ſie dreimal ſeinen Leichnam, während die Hacken⸗ ſchützen Feuer geben; der Profoß dankt laut für