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hatte keinen Deut, um ihnen Sold auch nur für eine Woche anzubieten.— Thut nichts!— Raſch vom Rappen ſpringend, riß er dem nächſten Fähndrich ſeine Standarte aus den Händen, ſteckte ſeinen eigenen Hut mit dem weißblauen wehenden Federbuſche darauf, pflanzte dieſe ſchnell improviſirte Werbſtange auf den höchſten Hügel des kleinen Lagers, und rief mit gewaltiger Stimme in den Haufen:„Hieher, wackere Freunde, und ehrſame Landsknechte! Der Derfflinger braucht Mannſchaft, wer will ihm in die Bataille nachrennen?!“—
„Ho! Ho! Es lebe der Derfflinger und vivat hoch!“ ſchallte es im ganzen Lager, und der Haufe wohl an die eilfhundert Köpfe drängte ſich heran, und der Schneider aus Oberöſterreich hatte ſich mit ſeiner guten Scheere wieder ein Corps Landsknechte und Reiter zuſammengeſchnitten, wie er es bedurfte, um eine Kegelpartie im offenen Felde zu liefern, wie er ſie ſeit vor Lützen her gewohnt.—
Schon in der nächſten Viertelſtunde ſtanden die Fähnlein der Schaar in gevierter Ordnung, ein Wald von Speeren ragte Derfflinger entgegen; in der erſten Linie die beſt ausgerüſteten Landsknechte mit ellen⸗ langen Spießen, dann ein Blatt“ mit Schwertern und Hellebarden, dann wieder ein Haufe mit langen


