Teil eines Werkes 
2. Band (1856)
Entstehung
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franzöſiſcher Galanterie nach den Befehlen der Schönen fragte; Plattenberg, der junge Obriſtlieutenant des ſchwediſchen Generalſtabes, ſtrich zeitweilig ſeine dunklen Locken unter dem Helm zurück, um einen brennenden Blick in den Wagen zu werfen, wo Magaretha bleich und ſtumm an der Seite ihrer Zofe Katharina ſaß, und in ſcheinbarer Gleichgiltigkeit die Baumgruppen und Felſen des Weges beſchaute.

Derfflinger in ſeiner derben Soldatennatur, un⸗ gewohnt des ſüßen Minnedienſtes in den Frauenge⸗ mächern, näherte ſich dem Wagen nicht, und wenn er zuweilen einen raſchen Seitenblick in denſelben warf, ſo war es die Macht der Schönheit und ho⸗ hen Anmuth, welche auch ihn anzog, und die den Löwen bändigt, daß er ſich zuletzt wie ein Lamm zu den Füßen der Anadyomene windet.......

Zuletzt wurden dieſe Blicke Derfflinger's wohl etwas häufiger, und der beſonnene Martisſohn mußte ſeinem Roſſe öfters die Sporen geben, um nicht wieder und wieder das herrliche Frauenbild anzuſtar⸗ ren, welches wie eine dem Meere entſtiegene Cynthia in ihrem Siegeswagen hingegoſſen lag.

So vergingen mehrere Tage, ohne daß Derfflin⸗ ger ſich in ein Geſpräch mit Margarethen einließ, während Plattenberg und der Franzoſe fortwährend