Teil eines Werkes 
1. Band (1856)
Entstehung
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hatte, bemerkte jetzt das hervorquellende Blut am Halſe deſſelben.

Raſch faßte er die Schnuͤre des Jagdkleides, um dieſes zu löſen. In dieſem Augenblicke ſchlug der Cornet ſein dunkles Auge empor eine ab⸗ wehrende Bewegung deſſelben, und die ſich allmählig röthende Wange des Iünglings, lſo wie die reizende Fülle des jugendlichen⸗ Körpers des Cornets ließen den Obriſtwachtmeiſter ſchnell ahnen, daß der ſchöne Jüngling nicht für das Schlachtfeld ſondern für die Spindel geboren war..

Raſch hob er jetzt ſeine ſchöne Laſt auf ſeinen Rappen, und prüfte die nächſten Auswege vom Schlacht⸗ felde mit ſicherem Auge. In weniger als zehn Mi⸗ nuten hatte er das Zelt des Herzogs von Weimar hinter der Schlachtlinie erreicht, dort legte er ſeine ſchöne Beute auf ein Feldbett, und empfahl ſie der Sorge zweier Diener des Herzogs, dann ſchwang er ſich von Neuem auf ſeinen Rappen, und ſprengte in den dichteſten Kampfesknäuel, um ſich zur Leiche ſeines Königs Bahn zu brechen.

Der Sachſenherzog Bernhard von Weimar com⸗ mandirte am linken Flügel: er warf mit ſeinen tapfern Brigaden die feindlichen Musketiere zweimal aus den Gräben, und drang bis in die bereits