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Jetzt ſtürmten von der andern Seite eine Schaar ſchwediſcher Dragoner heran, Obriſtwachtmeiſter Derff⸗ linger an ihrer Spitze.
„Deroſelben, erzählt nun der Vater des Pagen Leubelfing in dem erwähnten Briefe, deroſelben denn mein Sohn zugerennt von ſeinem Pferde abgeſtiegen ſolches dem Koͤnige präſentirt, mit Vermelden, ob Ihro Majeſtät allein zu erheben, geſtalt denn derſelbe Ihnen ſelbſt nicht mehr helfen können.
Unterdeſſen ſind nun des Feindes Küraſſiere, ſolches ſehend, darauf zugeritten, und haben wiſſen wollen, wer dieſes ſei, aber weder der König noch mein Sohn woll⸗ ten dieſes ſagen; darauf Ihrer Majeſtät einer das Piſtol angeſetzt, und dieſelbe durch den Kopf geſchoſſen, während dieſer geſagt haben ſoll: Ich bin der König von Schwe⸗ den geweſt, und iſt alſo eingeſchlafen, indem Ihro Maje⸗ ſtät empfangen gehabt ein Schuß und zwei Stich(bei Einbalſamirung des Leichnams fanden ſich neun Wunden).
Meinem Sohne haben ſie gegeben zwei Schuß und drei Stich, auch haben ſie ihn auf der Wahlſtadt bis aufs Hemd ausgezogen, und für todt liegen laſſen.“
Der junge Lenbelfing wurde übrigens am Kampf⸗ platze aufgefunden und nach Naumburg gebracht, wo er am 15. November an ſeinen erhaltenen Wunden ſtarb.
Die obigen Nachrichten erhielt der Baron von Leu⸗ belſing vom Senior der Domkirche von Khar, welchen der Edelknabe erſucht hatte, ſeinem Vater ſeinen Tod, nebſt den ihn begleitenden limſtänden zu eröffnen.
Die Einfachheit der Darſtellungsweiſe des bezoge⸗ nen Briefes mag für ſeine Echtheit bürgen. 6
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