Pulver verbrannt wurden; bei dieſer Bewegung war ihm der König jedoch zur Erde geſunken, wo er vom Pferde noch eine Strecke weit geſchleift wurde, dann aber liegen blieb.
Die kaiſerlichen Küraſſiere fegten nun das Feld und verſprengten die Begleiter des gefallenen Königs nach allen Richtungen, nur ein Treuer, der Page von Leubelfing hielt bei dem ſterbenden Löwen aus; er ſprang vom Pferde, und verſuchte dem König aufzuhelfen.
Jetzt aber ſprengten abermals drei kaiſerliche Reiter heran.„Wer iſt der Verwundete da?“ herrſch⸗ ten ſie dem Pagen entgegen... Der Jüngling wollte ſeinen König nicht preisgeben.„Ich weiß nicht..“ ſtotterte er;— aber ein Stich durch ſeinen Leib war die Antwort, und ein Schuß durch den Kopf des Königs folgte, dann plünderten die Küraſſiere beide bis aufs Hemd und Guſtav Adolph der große Schwe⸗ denkönig hauchte ſeinen letzten Seufzer aus, während ſein treuer Page ſchwer verwundet liegen blieb.*)
Mit weniger Umänderung des Erzählten wird dieſe Be⸗ gebenheit auf Grund eines aufgefundenen Originaldocu⸗ mentes hiſtoriſch beſtätiget. In den neunziger Jahren des vorigen Jahrhunderts wurde nämlich eine Urkunde bekannt, welche dieſen Fall näher beleuchtet; es iſt dies
1856. XVII. Ein d. Schneiderlein. I. 17


