Teil eines Werkes 
1. Band (1856)
Entstehung
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allein hinnehmen; wir wollen andere Roſen brechen; kennt Ihr den Pfleger des Statthalters Herberſtorf, Herrn Georg Jurguvitſch?“

Ueber Georgs Auge flog ein Bild der Erinne⸗ rung jener einſtigen Scene vor dem Kamine des Stadtrichters, wo Herr Georg Jurguoitſch, der frei⸗ herrlich Herberſtorf'ſche Hauspfleger zu Peuerbach ſich des armen Schneidergeſellen ſo angelegentlich ange⸗ nommen hatte.

„Wohl kenne ich ihn,“ entgegnete er—„es iſt ein greiſer Ehrenmann.“

„Ja,“ entgegnete der Franzoſe,„ein Ehren⸗ mann iſt er.“

Er wies dabei mit ſeinem Finger nach dem Steinthore, durch welches die hohe Geſtalt des Her⸗ berſtorf'ſchen Pflegers hereintrat.

Herr Georg Jurguvitſch war eine anſehnliche Geſtalt, mit hoher Stirne und edlen Geſichtszügen, aus denen Entſchloſſenheit und ruhiger Ernſt her⸗ vorleuchtete. An ſeinem Nacken hing eine goldene Gnadenkette, an ſeiner Seite ein breites Schlacht⸗ ſchwert. Ernſt und kalt nahm er den Gruß entgegen, als Rittmeiſter Bournonville ſeinen Waffengefährten Derfflinger als den Geſandten des Königs vorſtellte,