Teil eines Werkes 
1. Band (1856)
Entstehung
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Stadt; und dort wurde bei Wein und Moſtkrügen der Kurzweil gar viel getrieben.

Der gute Schneiderjunge, welcher ſein junges Fell zu dieſer nicht ſelten in arge Mißhandlungen ausartenden Kurzweil hergab, hieß derBockkönig⸗ und empfing nebſtgut Trank und Speiſe zuletzt einen artigen Pfennig aus der Zunftlade. War er ein luſtiger Kautz, ſo gab das einen doppelten Scherz, und das tolle Treiben der luſtigen Schneider artete beſonders bei einbrechender Dämmerung, wenn der Bock wirklich Sprünge zu machen begann, in eine Art Saturnalien aus, bei denen weder Meiſter noch Geſelle mehr in den Schranken des Zunftgeſetzes verblieben.

Auch am Vorabende des St. Martinstages des Jahres 1625 wurden von der ehrſamen Schneider⸗ zunft in Linz lebhafte Vorbereitungen zur Feier des Martinstages gemacht. In allen Werkſtätten wurde genäht und geglättet und die züchtigen Töchterieins der Schneidergilde wanden Kränze aus Herbſtroſen und Weinlaub, die am nächſten Nachmittage zur Verzierung der Feſttafel am Häck dienen ſollten.

Am untern Wörth, einem Stadttheile am rech⸗ ten Ufer der Donau ſaßen am Vorabende dieſes Feſttages des heiligen Martinus in einem Häuschen