Teil eines Werkes 
1. Band (1856)
Entstehung
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vor der Stadt fünf muntere Zeiſige. Es waren ehr⸗ liche Schneiderburſchen mit glatten Geſichtern und ſchmächtigen Taillen. Sie unterhielten ſich vom mor⸗ gigen Feſte und ſangen luſtige Liedlein. Nur einer von ihnen, ein ſchlanker Kernjunge von etwa achtzehn Jahren mit ſchwarzem Krauskopfe und ein paar Kohlen⸗ augen, die dem Kopfe einer afrikaniſchen Gazelle entnommen zu ſein ſchienen, nahm keinen Theil an ihrem luſtigen Geſpräche, und ſtreckte den feinen Nacken ſchier alle fünf Minuten aus dem groben Wollwammſe einer Gegend am rechten Dynauufer zu, wohin ſich ſeine Seele zu ſehnen ſchien.

Heiterkeit und Luſt lebte in dieſem kleinen Kreiſe, und ſo wie der Gang des Handwerkslebens hier den Schwaben mit dem Preußen und den Böhmen mit dem Oeſterreicher zuſammengewürfelt hatte, und der Elſaſſer mitten unter ihnen die Würde des Altge⸗ ſellen bekleidete, ſo gab es auch eine gar bunte Un⸗ terhaltung; dieſe aber betraf vorzugsweiſe die Mum⸗ mereien des morgigen Feſtes, auf welches Groß und Klein ſich freute, und ſo flogen unter heiteren Scher⸗ zen die Nadeln durch die bunten Tuchlappen, aus welchen der Elſaſſer die Narrenjacke für den Bock⸗ könig zugeſchnitten hatte.

Jetzt knarrte die alte Eichenthüre in ihren An⸗