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langen Zug daraus.„Es iſt der letzte Reſt,“ ſagte er in ruſſiſcher Sprache zu ſich ſelbſt;„wenn der Sturm in ganzer Stärke losbricht und mich die Chelone des Bu⸗ rans erreicht, ſo war dieſe Jagd meine letzte— und meine Leute werden nicht einmal meinen im Schnee⸗ ſturme mitgeriſſenen Leichnam finden.“
Es mochte elf Uhr Nachts geworden ſein— der Sturm brüllte ſchauerlicher von der ſich immer tiefer ſen⸗
kenden Wolkenmaſſe herab, ganze Eisſtücke flogen vom
ſchwarzumnachteten Himmel nieder, ferner Donner der niederſchmetternden Lawinen miſchte ſich mit dem Brauſen der vom wachſenden Sturme gepeitſchten Bäume, die Kälte wuchs mit jeder Stunde, und der einſame Jäger ſuchte jetzt, ſich feſter in ſeinen Pelzrock wickelnd, nach ei⸗ ner Höhlung irgend eines Baumes— denn nur ſo konnte er ſich durch Zuſammenſchmiegen mit ſeinem zottigen Fanghunde vor dem Erfrieren ſichern.
Aber die graue Wolkenmaſſe mit ihrem eiſigen In⸗ halte ſank immer tiefer und erſtarrende Kälte ging vor ihr her; der verirrte Jäger, die ganze Größe ſeiner Ge⸗ fahr ermeſſend, wandte jetzt ſeinen Blick nach Oben.
„Der Himmel hat ſein gütiges Antlitz mit dem ſchwärzeſten Tuche überzogen!“ rief er jetzt faſt klagend, „ſo wollte ich, daß der Fürſt der Finſterniß und der
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