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Nacht erſchiene und mein Retter würde aus dieſer ſchreck⸗ lichen Einöde!“
Er hatte dieſe Worte noch nicht ausgeſprochen, als ein Windſtoß von Oſten die ſich niederſenkende Wolke zerriß, und die furchtbare Nacht auf einen Augenblick lichtend, der ſteigenden Beklommenheit des Verirrten das Bild eines Menſchen zeigte— das Bild eines Men⸗ ſchen in dieſer troſtloſen Einöde!
Der Verirrte raffte ſich wieder auf und ſchritt auf die an einer beſchneiten Eiche gelehnte Geſtalt zu.
Ein langer hagerer Mann, in einem zottigen Wolfs⸗ pelz gehüllt, gleichfalls mit Flinte und Bergſtock bewaff⸗ net, trat dem Verirrten entgegen.
„Freund!“ rief er im gebrochenen Ruſſiſch,„Ihr habt Recht, der Fürſt der Finſterniß hat an dieſem Platze ſeine neunundneunzig tauſend Höllengeiſter losgelaſſen, denn heulende Wölfe und brennender Froſt machen die⸗ ſen Ort wahrlich zum Abgrunde, wo Heulen und Zähne⸗ klappern iſt. Aber ſchlürft jetzt aus meiner Flaſche, dann wollen wir ſehen, wie wir uns mit vereinten Kräften aus dieſem Schneeſturme heraus winden können!“
Der Verirrte griff mit Haſt nach der ihm von dem Andern dargebotenen Steinflaſche, und ſog den Trank in ſeine vom Wind ausgetrocknete Kehle.
„Herr,“ ſagte er,„das iſt wahres Lebenswaſſer;


