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Oberſt Larionow meine Stelle vertreten und Major Michelſon nur, wie ich ſagte, die Gefangenen in der Suni⸗ beka überwachen.“
Die Oberſtin glühte; ſie wollte losbrechen, allein ſie kannte ihren Gemahl. In allen Punkten ließ er ihr die Herrſchaft des Hauſes, nur in einem nicht: da, wo es die Ehre ſeiner Offiziere, wo es militäriſche Maß⸗ nahmen galt— hier duldete der Oberſt keinen Wider⸗ ſpruch. Dies wußte Frau Eudoxia von Brand, ſie fügte ſich daher.
„Nun, wenn ſchon der Major unſere Fahrt von Aſtrachan zurück leiten ſoll,“ ſagte ſie einlenkend,„ſo wird mir mein Gemahl wohl erlauben, daß ich mir für meine nächſte Umgebung auf dieſer Fahrt dahin aus der Blüthe der Ritterſchaft Kaſans auch einen Kavalier aus⸗ ſuche, welcher mich zurückgeleiten kann.“
„Major Charin und Hauptmann Charlow von der Garniſon Kaſans ſind von hier zu dieſer Fahrt beor⸗ dert,“ entgegnete der Gouverneur.
„Charlow und Charin?“ rief die Oberſtin, und ein Lichtblick zog über ihre Stirne.„Nun, das laß ich mir gefallen, dieſe Herren haben Hofſitte gelernt und verſtehen eine Dame zu begrüßen. Wann reiſen wir?“
„Ich ſagte Dir ſchon, morgen, wenn Du willſt,“


