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Vorſtädten umgebenen Feſtung an der Kaſanka, deſto näher dem Krongebäude, wo Sberſt von Brand reſidirte.
Abgerechnet dieſen Naturfehler ihrer Eitelkeit und Vergnügungsſucht, war die Oberſtin eine gutmüthige Dame, die„lebte“ und„leben ließ“, und die Strenge, welche ihr Gemahl im Sinne der Regierung gegen Man⸗ che der nach Kaſan verbannten Nestaſtni ludi anwen⸗ den mußte, erhielt durchaus nicht ihre Billigung; die Frau Oberſtin bedauerte vielmehr gar häufig die Jugend und männliche Schönheit ſo Mancher, die da auf den Wällen der Feſtung Schanzarbeit verrichten mußten, während ſie früher in den Prunkſälen an der Newa auf Silber geſpeiſt hatten.
Wie die ſtrahlende Sonnenblume, die aber außer ihren goldfarbigen Blättern weder angenehm duftet, noch beſonders nützt, ragte alſo die Doppelgängerin der Cza⸗ rin, der ſie ſelbſt in den kleinſten Dingen nachzuahmen bemüht war, an der Kaſanka über die Blumen ihres Gartens empor.
Unter dieſen glühte aber in ſchönſter Frühlingsblü⸗ the eine junge Maienvoſe von ſeltener Schönheit, Theo⸗ dora Eliſabeth, die Nichte des Oberſten. Sie trug den Glanz des Morgenſternes in ihren großen freundlichen Augen, den reinen Himmel in ihrer Bruſt und das Bild innerer Zufriedenheit und Seelenreinheit in ihrem ganzen


