Teil eines Werkes 
3. Theil (1863)
Entstehung
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Frau von Mahlmann hintenangeſetzt zu werden und deßhalb ſeine Bewerbungen ein für alle Mal abweiſe. Das Fräulein hat Recht! Alfred iſt unverbeſſerlich leichtſinnig und ſeine Verhältniſſe entſetzlich derangirt. Fräulein Fanny fragte mich auf's Gewiſſen darnach, und ich habe ihr klaren Wein eingeſchenkt. Es wäre Schade um das liebenswürdige Mädchen geweſen. Nun, Sie ſind ja ganz ſtumm und ſehen aus, als ärgere Sie etwas? Haben Sie Aufträge für Fräulein Fanny, ſo eilen Sie, daß Sie zu uns kommen. Es iſt eilf Uhr ich muß fort, Briſek. Der Dienſt nimmt mich in Anſpruch Sie könnten mir den Gefallen erweiſen und Fräulein Fanny zur Eiſenbahn begleiten, meine Frau erwartet Sie. Adieu!

Wie im Traume befangen ſtarrte Briſek dem Fort⸗ eilenden nach. Welch' ein Wechſel der Verhältniſſe! Es erhöhte den Werth Fanny's bedeutend in ſeinen Augen, daß ſie ſo energiſch von ſeinen Warnungen ab⸗ ſtrahirt und ſich durch eigene Wahrnehmungen von der Unwürdigkeit ihres Bewerbers überzeugt hatte. Er mußte noch zu ihr. Sein Herz erwachte ſtärker nach der Feſſel, die er barbariſch darüber geworfen hatte. Nicht, daß er mit Hoffnungen zu ihr eilte, aber mit Freude über ihr kluges Schweigen, welches ſie mit Rück⸗ ſicht auf ihn beobachtet hatte.