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zu ſammen zu wehen, ebenſo genügt ein Sandkorn in der Hand des Allmächtigen, um die Geſchicke von Nationen zu lenken.“—
Der Bleiche wandte ſich jetzt zu ſeinem Begleiter, der bisher geſchwiegen hatte.
„Die Beharrlichkeit dieſes Mannes in ſeinem Glau⸗ ben und ſeine ſeltene Zuverſicht gefällt mir,“ ſagte er; „Männer in ſeinem Kleide, welche gewohnt ſind, mit Menſchenſchädeln wie mit Kegeln zu ſpielen, ziehen oft zu ſehr von der Scholle an, um ſich noch zum Ueberſinn⸗ lichen aufzuſchwingen. Der Mann iſt ein Original, wir müſſen ihn näher kennen lernen.“
„Auch mir gefällt ſeine Rede,“ bemerkte der Be⸗ gleiter des Bleichen.„Sage mir,“ fragte er den Tod⸗ tengräber,„ſage mir, Mann mit dem Spaten, wie nennſt Du Dich?“
„Hanns Traugott,“ entgegnete der Todtengräber.
„Haſt Du Familie?“ fragte Jener weiter.
„Ein krankes Weib, Herr, und acht unverſorgte Kinder.“
„Und Brot?“—
„So viel Stücke als Gräber in der Woche.“
„Alſo arm,“— nahm jetzt der Kleinere der beiden Männer wieder das Wort,„blutarm, und doch noch Vertrauen auf den, der für Dich nur Waſſer und nicht


