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zonte dort wie ein ſchwacher Punct verſchwommen, und bis Ihr mit der Eurigen nachſchwimmt—“
Der Prinz griff jetzt in die Bruſttaſche ſeiner Uni⸗ form und ſchlenderte eine volle Börſe zu den Füßen des Stämmigen.—
„Auf,“ rief er,„laß alle Gondeln der Inſel nach allen Richtungen des See's auslaufen— ich will, ich muß ſie einholen— rede, wenn Du ihr Reiſeziel kennſt das Dreifache von dem Golde, daß ich Dir eben zuwarf, und noch anderer Lohn ſoll Dir werden.“
Der Stämmige hoh die Börſe mit feinem Lächeln vom Boden auf.
„Corpo di bacco!“ ſagte er,„wenn Ihr mit goldenem Munde redet, darf auch ich nicht lange ſchwei⸗ gen,— nun, wenn ich recht hörte, ſo geht die Reiſe von hier nach der Meeresküſte— nach Trieſt— nach Oeſter⸗ reich— Ungarn, bis in's Karpathenland, wo die alte Gräfin Bianca Orſini bereits auf dem Jagdſchloſſe ei⸗ nes Verwandten weilen ſoll.“
Der Prinz ſtürzte dem Ufer zu— auf halbem Wege hielt er jedoch an, und kehrte zurück.
„Redeſt Du auch die Wahrheit?“ fragte er den Stämmigen, der ihm mit ſeltſamem Lächeln nachblickte.
„So wahr ich Varlet heiße und meines Vaters Sohn bin,“ enigegnete der Stämmige.


