Teil eines Werkes 
2. Theil (1863)
Entstehung
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Auf jener Seite aber, wo der grüne See ſein kri⸗ ſtallenes Gewäſſer ausbreitet, bietet ein von ſteilen Fel⸗ ſen umfloſſener Keſſel ein hundertfaches ununterbroche⸗ nes Echo, und wird dort eine Piſtole abgeſchoſſen, ſo kracht ein nachhallender Donner, der allmällig dumpfer wird, und zuletzt in ein, das Ohr immer ſanfter und ſanfter berührendes, Säuſeln, endet. Würde an dieſem Platze eine Kanone gelöſt, ſo würde die in dieſem engen Raume eingeſchloſſene Luft unſtreitig Felſenſtücke von den aufgethürmten Wänden losreiſſen und in die Tiefen ſchleudern.

Seltſam klingen dort in hundertfacher Vervielfäl⸗ tigung die verſchiedenartigen Töne des durchdringenden Pfeifens der Steinböcke und Murmelthiere, das Geplät⸗ ſcher der herabfallenden Wäſſer und ſelbſt das ſanftere Wehen der von den Felswänden zurückſtrömenden Luft, dann die Laute der menſchlichen Stimmen, welche ſich hier in den Choral der Naturmuſik hineinmengen. Den Rand des Keſſels, welcher dieſe Schlucht einſchließt und der, wenn die Sonne ihren Strahlenkranzüber die Schlucht ausſchüttet, einem rieſenhaften Goldreife gleicht, nann⸗ ten die Bewohner des Jagdſchloſſes die Feuerkrone des Doſa.

In dieſer Schlucht ſtand am nächſten Abende nach der erwähnten Feſttaſel Louis Lenvir, der Rheinländer