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treten, welcher ein Gaſt im Hauſe, ſich die ſchönſte Blume in demſelben pflücken wollte...
Graf Arpad ſelbſt mit ſeinen Gäſten und dem Ge⸗ danken an die nächſten Schickſale ſeines Vaterlandes be⸗ ſchäftigt, beachtete den erwähnten Stand der Dinge in ſei⸗ nem Hauſe nicht; der Mann, deſſen vorzüglichſter Charak⸗ terzug Offenheit, Ehrlichkeit und Hochherzigkeit war, hlickte durch kein dunkles Glas und ſah daher in der Per⸗ ſon des jungen Rheinländers nur den Gaſt des Hauſes, dem nach altungariſcher Sitte ſo lange Gaſtrecht und Gaftfreundſchaft gewährt werden mußte, als er Beide anſprach.
Hochbefriedigt von dem ruhigen Leben, welches ſich um ſeine Perſon eben auf ſeinem Jagdſchloße bewegte, ſtieg der alte Graf mit faſt jugendlicher Leichtigkeit an der Spitze ſeiner Gäſte in den Schluchten und Thälern ſeines Jagdbereiches herum, bald dort bald da die Ku⸗ gelbüchſe, welche ihm ſeine Heiduken nachtrugen, zum Schuße aufnehmend.
Dort an der nordweſtlichen Seite des Jagdſchloſſes, wo ein halbmondförmiger Felſenkranz ſich hinzog, liegt der rothe See, ſo benannt vom rothen Lichte, welches ſein Spiegel zurückwirft, und welches von einem feinen Ueber⸗ zuge des Granitgerölls in dem kriſtallenen Waſſer mit rothgelbem Eiſenocker herrührt.


