Teil eines Werkes 
2. Band (1857)
Entstehung
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eingefallenen Wangen, ſein gebrochenes Auge deuteten

an,

daß der Mann am Schmerzenslager liege, und

die Kraft ſeines Lebens gebrochen ſei von der Ge⸗ walt eines mächtigen Leidens...

Zug nach Kuttenberg fort. Die Bürgerſchaft ging ihm weit entgegen, und zitterte vor den Taboriten, die nun in die Stadt einzogen.

Sobald dieſe in Kuttenberg eingezogen waren, ſchritten ſie zu ihrem Gottesdienſte. Die Prieſter traten zum Altar in thren ſchmutzigen beſtaubten, mitunter auch zerlump⸗ ten Kleidern, mit Stiefel und Sporn, ſowie ſie vom Pferde abgeſtiegen waren. Man brachte gemeines Brot, eine Menge Kelche von Eiſen, Zinn oder Holz, und füllte ſie mit Wein. Der Prieſter ſprach ein kurzes Gebet, und die gewöhnliche Konſekration darüber, dann reichte er einem jeden das heilige Abendmahl. Viele griffen ſelbſt zu, und ſpeiſten ſich. Die Kuttenberger waren haufen⸗ weiſe herbeigelaufen, um dem Gottesdienſte der Tabo⸗ riten zuzuſehen, allein er gefiel ihnen nicht. Daher traten ſie auch bald nach dem Abzuge des Zizka auf die Seite des Königs Sigismund.

Zizka zog nun mit ſeinen Taboriten und den Pragern nach Caslau, mußte aber bald wieder gegen Kuttenberg vorrücken, weil der König ſeinen Zug über Humpolec und Ledeé dahin richtete. Beide Heere kamen näher aneinander, und die Vorpoſten ſcharmützelten den ganzen Tag, ohne daß es zu einer Schlacht kam. Allein in Kuttenberg ging es deſto blutiger zu. Die Bergleute und die meiſten Bürger, welche königlich geſinnt waren,