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einen kleineren am Ende des Mittelflügels. Von einem dieſer Thürme nächſt der Kirche weinte an dem erwähnten Maiabend die große zu Ehren des den Kuttenbergern beſonders geneigten Prinzen und
abſtammen, welches ihrer Angabe nach vor Alters ſo⸗ viel als graben, ſcharren, nachſpüren, bedeutet haben ſoll.
Lazius und nach ihm Peithner, Edler von Lichtenfels, leiten den Namen von dem deutſchen ebenfalls graben bezeichnenden Worte Kutten her. Für dieſe Ableitung ſpricht ſich auch Schaller insbeſondere aus dem Grunde aus, weil nicht nur die meiſten Worte und Ausdrücke der böhmiſchen Bergſprache, ſondern ſelbſt die nahe an Kuttenberg liegenden Berge Kank(Gang), der Turkang (Durchgang oder Tauergang) aus der deutſchen Sprache erborgt, und nur einigermaßen nach der böhmiſchen Mundart eingerichtet ſind.
Daß der Name deutſchen Urſprungs ſei behaupten die Meiſten; einige leiten ihn von dem Worte Gut“ (Vermögen), andere von Kutten“ ab, welches mit Quitte oder Quittenapfel gleichbedeutend geweſen ſein ſoll.
Es iſt übrigens kein Zweifel, daß die Stadt Kutten⸗ berg ihren Urſprung den daſelbſt entdeckten Silbergruben zunächſt zu verdanken habe, von welchen ſchon Libusa vieles vorhergeſagt haben ſoll. Als den Zeitpunkt der Entdeckung bezeichnet Kotinek das Jahr 1237, Peithner das Jahr 1227. Andere ſetzen dagegen denſelben um ungefähr fünfzig Jahre ſpäter, nämlich in die Regierungs- periode König Wenzeslaus II. hinaus.


