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„Das benannte Kollegium, ſpäter als Kaſſerne benützt, in Geſtalt eines umgekehrten F, dem Kaiſer Ferdinand zu Ehren gebaut, enthält zwei Stock⸗ werke, und in der Front drei große Thürme und
Kuttenberg, böhmiſch Kutnä Hora, lateiniſch Kuttna, Cuthena Guttenberga, iſt eine in der böhmiſchen Geſchichte höchſt merkwürdige Stadt.
Ueber ihre Entſtehung erzählt Kokinek:„Im Jahre nach der Geburt des Sohnes Gottes 1237 ging der Mönch und Prieſter des ſedlecer Kloſters Anton ſpa⸗ zieren, und hatte ſein Brevier nebſt einem Pſalmbuche bei ſich. Nachdem er in eine waldige Gegend gekommen war, ſuchte er ſich einen Platz aus, um von der Son⸗ nenhitze auszuruhen. Er ließ ſich nieder, las in den Pſalmen, und verfiel in einen Schlummer. Als er er⸗ wachte und in das Kloſter zurückkehren wollte, erblickte er zu ſeinem Erſtaunen drei aus dem Mooſe eines Felſens hervorgewachſene Silberruthen. Er fiel ſogleich auf die Kniee, dankte Gott, und nachdem er ſein Gebet ver⸗ richtet hatte, nahm er ſeine Kutte, oder vielmehr ſeine Kapuze herab, ließ ſie zur Bezeichnung des Ortes liegen, kehrte in das Kloſter zurück, und meldete dem Abte, was er entdeckt hatte.“
Dagegen bemerkte Megerle von Mühlfeld über den Urſprung dieſer Stadt und ihre Schickſale unter andern folgendes:
„Paul Stranskh u a. m. ließen den Namen Kutten⸗ berg oder Kutns Hora von dem böhmiſchen Worte kutiti


